Android 4 (Ice Cream Sandwich) schon jetzt auf das Samsung Galaxy S2 aufspielen: So geht’s

Obwohl Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich bereits seit Monaten auf dem Markt ist, gibt es bislang kaum Endgeräte und Updates mit der neuen Version. Der Grund sind die langen Vorlaufzeiten von Herstellern und Providern. Wir zeigen, wie man schon jetzt das neue Google-OS auf das Samsung Galaxy S2 i9100 aufspielt.

Im Vergleich zum iPhone ist das bei Android-Smartphones mit Software-Updates so eine Sache. Während Apple in der Lage ist, neue Firmware-Versionen gleichzeitig an alle Geräte auszuspielen, haben bei Android mehr Parteien die Finger im Spiel – und das führt zu einer Zerklüftung des Marktes.

Während Google die neuen Android-Versionen programmiert, setzen die Gerätehersteller jeweils noch ihre eigenen, angepassten User-Interfaces oben drauf – TouchWIZ bei Samsung oder Sense bei HTC zum Beispiel. Dass Google ein neues Android auf den Markt bringt, nützt den meisten Nutzern also zunächst nicht viel – erst müssen LG, Samsung, HTC & Co. noch die Updates für die jeweiligen Geräte mitsamt der nötigen Hardware-Unterstützung fertigstellen. Und dann wollen noch die Provider jedes Update abnicken. Das führt dazu, dass Android-Nutzer ihre Geräte häufig erst einige Monate aktualisieren können, nachdem Google eine neue Version auf den Markt gebracht hat – wenn die jeweiligen Gerätehersteller überhaupt Updates für alle Modelle auf den Markt bringen.

Samsung hat Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich für sein letztjähriges Flaggschiff Galaxy S2 i9100 inzwischen angekündigt. Es soll demnächst auf den Markt kommen, allerdings nur für Geräte, die ohne Branding im Shop gekauft wurden. Handys, die über Provider ausgeliefert wurden, lassen sich nur mit Updates der jeweiligen Netzbetreiber aktualisieren – das kann wiederum weitere Wochen dauern.

Im Folgenden zeigen wir, wie sich das Galaxy S2 mit einem inoffiziellen Update bereits jetzt auf das neue Android 4.0 aktualisieren lässt. Ungeduldige Zeitgenossen können es direkt aufspielen, setzen dabei allerdings die Garantie ihres Gerätes aufs Spiel. Wie üblich haftet CNET.de nicht dafür, wenn dabei etwas schief geht. Wir empfehlen, den Beitrag bis zum Schluss zu lesen und ihn dann Schritt für Schritt mit einem voll geladenen Handy und einem voll geladenen Notebook-Akku durchzuführen. Außerdem raten wir dringend, alle Daten zu sichern.

1. Schritt: Nötige Dateien herunterladen

Bevor wir loslegen, ist der Download der Samsung-eigenen Sync-Software Kies zwingend erforderlich. Das Programm bringt nämlich alle nötigen Treiber mit, um auf das Handy zugreifen zu können. Kies gibt es hier.

Außerdem benötigen wir ein praktisches Tool namens Odin, was die Installation alternativer Firmware-Versionen auf Samsung-Smartphones ermöglicht. Das Programm steht hier zum Download bereit.

Schließlich ist noch die eigentliche Firmware nötig. Sie basiert auf dem Google-Image von Ice Cream Sandwich in der Version 4.0.3 und wurde für das Galaxy S2 angepasst. Sie steht hier zum Download bereit. Der Download der gut 300 MByte großen ZIP-Datei kann etwas dauern. Im Anschluss entpacken wir das Archiv.

2. Schritt: Samsung Galaxy S2 und Odin konfigurieren

Nun setzen wir das Smartphone in den Debug-Modus. Die entsprechende Option USB-Debugging findet sich in den Einstellungen unter Anwendungen. Hier setzen wir den Haken und wenden uns danach dem Computer zu.

Zunächst installieren wir Kies. Das Programm selbst benötigen wir allerdings nicht, sondern nur die Treiber, die es mitbringt. Danach starten wir Odin. Es öffnet sich ein großes Fenster mit vielen, auf Anhieb verwirrend wirkenden Optionen und Einstellungsmöglichkeiten – die meisten davon benötigen wir aber glücklicherweise ohnehin nicht.

Hier klicken wir auf den Button PDA im rechten unteren Bildbereich und wählen das Verzeichnis, in das wir die Firmware-Datei extrahiert haben. Dort suchen wir das File mit der Dateiendung .md5 und wählen es aus.

 

Odin flasht nicht durch Provider und Hersteller signierte Firmware-Dateien auf Samsung-Smartphones.
Odin flasht nicht durch Provider und Hersteller signierte Firmware-Dateien auf Samsung-Smartphones.

 

3. Schritt: Samsung Galaxy S2 in den Download-Modus versetzen

Jetzt gilt es sicherzustellen, dass das Smartphone vollständig ausgeschaltet ist. Danach halten wir die Tasten für Ein-Aus, Home und Leiser (Lautstärkeregler unten) gleichzeitig gedrückt. Es erscheint eine Warnung, dass das Fortsetzen ab dieser Stelle zu Problemen führen kann – und wir weisen noch einmal darauf hin, dass das Fortsetzen Einfluss auf die Herstellergarantie nehmen kann. Ein Druck auf die Lauter-Taste ignoriert den Warnhinweis, und es kann losgehen.

 

Vorsicht: Wer hier weitermacht, setzt seine Garantie aufs Spiel.
Vorsicht: Wer hier weitermacht, setzt seine Garantie aufs Spiel.

 

Nun stecken wir das USB-Kabel an Handy und PC an. Odin sollte jetzt eine gelbe Box und den Hinweis COManzeigen. Wenn nicht, wurde entweder der nötige Treiber über Kies nicht richtig installiert oder der USB-Debug-Modus nicht aktiviert.

Jetzt geht es zur Sache – mit einem einfachen Klick auf den Knopf mit der logischen Aufschrift Start. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit spielt Odin nun Android in der Version 4.0.3 auf das angeschlossene Galaxy S2 auf.

Fazit

Aufgrund der Samsung-eigenen TouchWIZ-Oberfläche ist der Unterschied auf den ersten Blick gar nicht so groß. Unter der Haube hat sich aber einiges getan. Wir wünschen viel Spaß beim Erforschen der neuen Android-Version.

Fazli Kabashi
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