Energiespartipps für Android-Smartphones: So hält der Handy-Akku länger

 

Ein echtes Handy hält locker eine Woche im Standby-Modus durch – und mehrere Tage im Alltagseinsatz. Smartphones schaffen das nicht. Bei iPhone, Android & Co. ist meist schon nach einem Tag Schluss. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber mit ein paar Tricks lässt sich signifikant mehr Laufzeit aus dem Stromspeicher kitzeln. Wir zeigen zehn Tipps, wie das funktioniert.

Kein Wunder, dass ein simples Handy länger hält als ein teures Smartphone: Es gibt weder Webbrowser noch GPS, weder Bluetooth noch WLAN, weder Angry Birds noch UMTS – und weder Facebook noch E-Mail-Client oder andere Apps, die im Hintergrund fleißig Daten durch den Äther schaufeln.

Wer sein Handy wirklich intensiv benutzt, schafft häufig nicht mal einen kompletten Tag mit einer Akkuladung – und das Gerät ist immer genau dann restlos leer, wenn man dringend noch telefonieren müsste. Die folgenden Tipps können den Energiebedarf eines Galaxy S2 zwar nicht auf den eines Nokia 5110 drücken, aber immerhin noch das letzte Gespräch des Tages ermöglichen.

1. Wo geht der Strom hin?

Seit einigen Versionen bringt Android ein in den Menüs verstecktes Tool mit, das den Energieverbrauch des Smartphones aufschlüsselt. Man findet es unter Einstellungen, Telefoninfo, Akkuverbrauch.

Die folgende Liste zeigt die größten Energieverbraucher an. Je höher der Strombedarf ist, um so weiter oben tauchen Komponenten und Anwendungen in der Liste auf. Bei Vielnutzern spielt das Display hier eine große Rolle, bei Wenignutzern die Standby-Funktion des Telefonmoduls. Auch das Android-System selbst ist nicht zu vernachlässigen. Aber häufig taucht hier auch die eine oder andere Anwendung auf, die man gar nicht auf dem Schirm hat. Schuld daran sind häufig Synchronisations- oder Ortungsfunktionen im Hintergrund, die sich meist in den App-Einstellungen abschalten lassen. Selten handelt es sich dabei auch um einen Software-Bug – dann sollte man den Market nach einer Alternative durchsuchen. Und wenn WLAN, GPS oder Bluetooth hier eine große Rolle spielen, sollte man sich die Frage stellen: Brauche ich das überhaupt, oder kann ich etwa den nur für die Freisprecheinrichtung im Auto benötigten Kurzstreckenfunk im Büro nicht einfach abschalten?

Einige der Einträge in dieser Liste haben auch noch weitere Informationen und Spartipps in der Hinterhand, die mit einem Fingertipp auf den Eintrag eingeblendet werden.

2. Display sinnvoll nutzen

Fast immer gehört das Display zu den größten Stromfressern – und den größten Anteil davon gönnt sich die Hintergrundbeleuchtung. In den Einstellungen der Anzeige lässt sich die Helligkeit festlegen. Häufig gibt es hier einen Automatikmodus, der seine Sache meist ganz gut erledigt. Ansosnten empfehlen wir, ein Widget auf dem Homescreen zu platzieren, das die manuelle Helligkeitsregelung per Fingertipp ermöglicht, Denn häufig reicht im Alltagseinsatz auch die niedrigste Stufe aus.

Kein Geheimnis ist darüber hinaus die Möglichkeit, den Time-Out der Display-Beleuchtung im gleichen Menü auf einen möglichst niedrigen Wert zu stellen. 15 Sekunden sind häufig zwar zu kurz, aber mit 30 Sekunden kommen die meisten Nutzer in der Praxis hin. Übrigens: In den Sicherheitseinstellungen kann man unabhängig davon festlegen, dass die Passwort- oder Mustersperre des Smartphones erst nach ein paar Minuten der Nichtbenutzung aktiv wird. So macht es nichts, wenn die Anzeige beim Lesen eines längeren Artikels zu früh ausgeht – ein kurzer Druck auf den Ein-Taster des Smartphones, und man kann ohne Unterbrechung weiterlesen.

3. Ausschalten, was unnötig ist

Ja, wir Menschen lieben es komfortabel – und sind gerne auch mal faul. Deswegen bleiben Bluetooth, WLAN und GPS häufig eingeschaltet, auch, wenn sie eigentlich nicht nötig sind. Dabei könnte man ausgerechnet mit diesen Punkten so viel Energie sparen – Handarbeit ist angesagt.

Eine Alternative zum händischen Aktivieren und Deaktivieren der Funktionen sind Apps wie Llama. Hier kann der Anwender Profile festlegen und nach Ort und Zeit automatisch bestimmen, welche Funktionen nötig sind. Am Arbeitsplatz sind GPS, Blueooth und WLAN deaktiviert, im Auto ist Bluetooth eingeschaltet, zuhause WLAN – und so weiter. Die Regeln lassen sich dabei nach Wochentagen, Uhrzeit und sogar Akkustand festlegen, sodass das Gerät bei annähernd leerem Akku Wireless LAN auch dann abschaltet, wenn man auf dem Sofa ist. Wer es wirklich braucht, kann es dann ja wieder einschalten.

4. Apps beenden statt herauszuspringen

Anwendung starten, Home-Button drücken, auf zur nächsten App – das ist der typische Umgang mit dem so gut funktionierendem Multitasking unter Android, also der Technik, die das gleichzeitige Nutzen mehrerer Anwendungen erlaubt. Allerdings: Viele Apps verbleiben im Hintergrund aktiv, übertragen Daten und erledigen Aufgaben, die man eigentlich gar nicht bräuchte. Wer Spiele und Programme über den Zurück-Button beendet statt über die Häuschen-Taste, schließt die Apps komplett – und stoppt in vielen Fällen unnötigen Stromverbrauch im Hintergrund.

Manch hartnäckiges Programm bekommt man so zwar auch nicht aus dem Speicher. Dann hilft ein Blick in die Einstellungen unter Anwendungen und Anwendungen verwalten. Über die Reiter im oberen Display-Bereich kann sich der Nutzer hier die gerade laufenden Programme anzeigen und sie im Zweifelsfall auch per Fingertipp beenden. Eine Alternative dazu ist der Neustart des Handys – danach läuft kein Programm mehr, das von Hand gestartet wurde.

5. Vorsicht: Widgets

Zu den Alleinstellungsmerkmalen von Android im Vergleich zu iOS & Co. gehören die Widgets, die den Homescreen um sinnvolle und aktuelle Informationen ergänzen. Aber vorsicht: Einige dieser Mini-Programme werkeln mehr im Hintergrund, als man denkt.

Wettervorhersagen beispielsweise prüfen in regelmäßigen Abständen die Position des Smartphones und fragt dann über das Internet die aktuellen Wetterdaten ab. Facebook-Widgets holen Bilder und Nachrichten aus dem Web, um sie einzublenden, und auch Instant Messenger wie Skype, Google Talk oder WhatsApp sind auf einen regelmäßigen Datenfluss angewiesen. Wer die Widgets durch eine Verknüpfung zur jeweiligen App ersetzt, spart mächtig Saft – nur ganz so hübsch sieht der Homescreen dann eben nicht mehr aus.

6. E-Mail hat 60 Minuten Verspätung

Wenn es wirklich brennt, ist der Smartphone-Nutzer telefonisch erreichbar. Dann klingelt das Telefon sofort, und wichtige Infos können ausgetauscht werden. Deswegen kann man E-Mails ruhig und ohne schlechtes Gewissen etwas seltener synchronisieren. Wer ohnehin nur gelegentlich sein Postfach checkt, stellt den automatischen Nachrichtenabruf einfach aus – beim Blick in die App gibt’s dann die Neuigkeiten zu sehen.

Und wer tatsächlich auf aktuelle Informationen angewiesen ist, kann sich die Nachrichten ja im Stunden- statt im Minutentakt abholen. Auf den Unterschied kommt es in der Praxis meist nicht an – aber das macht wertvolle Gesprächsminuten gut.

7. Videos und Spiele – schon morgens in der S-Bahn?

Android-Smartphones sind ganz schöne Alleskönner! Videos bei Youtube oder – dank Flash-Player – sogar im Browser, Angry Birds oder actiongeladene 3D-Racegames: Ja, das klappt. Aber das sind die größten Energiefresser, die man seinem Handy antun kann.

Wer mit einer Akkuladung über den Tag kommen muss, sollte sich deshalb genau überlegen, ob man die wertvolle Energie schon am Morgen verschenkt. Wer morgens Nachrichten im Web liest, hat Abends noch genug Reserven für das 3D-Spiel auf dem Weg nach Hause – und wenn überraschend viele Telefonate anstehen, nicht schon am späten Nachmittag einen leeren Akku.

8. Akku-Spar-App ausprobieren

Das Android-Betriebssystem tut schon so einiges, um Energie zu sparen. Aber im knallharten Alltag muss es eben auch einen Vergleich mit der Konkurrenz überstehen – und deswegen werden hier ab Werk nicht alle Schrauben kräftig angezogen.

Spezielle Stromspar-Apps greifen den Anwender mit Tipps und automatischen Einstellungen unter die Arme, wenn es darum geht, Energie zu sparen. Ein Beispiel dafür ist der kostenlose Easy Battery Saver. Neben den bekannten und bereits erwähnten Tipps hat er noch ein paar Kniffe parat. So schaltet er bei niedrigem Akkustand beispielsweise die Datenverbindung zum Internet ab, aber in regelmäßigen Abständen kurz wieder ein – damit Instant Messages, E-Mails, Facebook-Updates & Co. eben doch den Empfänger erreichen. Aber gebündelt statt chaotisch – das spart Strom.

9. Im Notfall wird aus dem Smartphone ein Handy

Spätestens, wenn die 15-Prozent-Hürde unterschritten wurde, meldet sich das Smartphone mit einem Warnhinweis: Achtung, Reserve! Wer jetzt keine Steckdose parat hat, muss zu härteren Mitteln greifen.

In diesem Fall empfehlen wir, sofort alles abzuschalten – und wir meinen alles. Nicht nur die Klassiker GPS, WLAN und Bluetooth, sondern auch UMTS und die Datenübertragung über das Handynetz. Ist das getan, sollte man das Gerät einfach in die Tasche stecken – so bleibt noch eine gewisse Notreserve für SMS und Telefonate, und man kann den Zeitpunkt, an dem sich das Telefon selbst abschaltet, noch nach hinten verlegen. Übrigens: Hat sich das Handy abgeschaltet, sollte man es erst wieder einschalten, wenn es am Ladegerät hängt. Denn das belastet den Akku stark und reduziert seine Lebensdauer.

10. Immer laden

Der Tipp mag sich blöd anhören, ist aber eine tolle Lösung: Jedes Mal, wenn eine Steckdose in der Nähe ist, sollte man seinen androiden Begleiter aufladen. Mit einem handlichen Steckernetzteil für ein paar Euro und einem USB-Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto kann man fast überall ein paar Prozente Energie gutmachen – und sieht die bösen Farben Orange und Rot in der Ladestandsanzeige nie.

Für den Notfall empfehlen sich auch portable Akkus mit USB-Anschluss, die bei Bedarf wieder Leben ins Handy hauchen. Ein Beispiel dafür ist der 11.000 mAh starkeFTB11000U von IconBIT, der Durchschnitts-Handys fünf bis acht Mal wieder voll aufladen kann. Selbstverständlich gibt es auch kleinere Modelle, die auch in der kleinsten Jackentasche noch einen Platz finden.

Und wer mit seinem Notebook die Internet-Verbindung des Smartphones mitnutzen möchte, macht das besser über USB als über WLAN. Das lädt den Stromspeicher und benötigt zugleich weniger Energie.

Fazli Kabashi
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