iPad-Akkulaufzeit zu kurz? Zehn Energiespar-Tipps zum Verlängern

iPad und iPad 2 sind nicht nur cool, sondern auch Dauerläufer: Im Test hält der Akku des jüngeren Apple-Tablets ganze 12 Stunden durch! Aber im Laufe der Zeit, mit jedem Ladezyklus und jeder weiteren App sinkt dieser Wert. Die Alterung der Hardware können wir zwar nicht aufhalten, aber wir zeigen zehn Tipps, die die Akkulaufzeit verlängern.

Während die meisten Hersteller mobiler Hardware vor allem bei den Akkulaufzeiten im Datenblatt schummeln wie die Autohersteller bei den Verbrauchsangaben, kann man Apple in diesem Punkt nichts vorwerfen. Ganz im Gegenteil, hier wird eher zu streng auf das eigene Produkt geschaut: Laut Datenblatt des iPad 2 soll der Energiespeicher für bis zu zehn Stunden Video-Wiederabe ausreichen. Stimmt nicht, haben unsere Kollegen von CNET.com ermittelt: Im Praxiseinsatz laufen Bewegtbilder sogar knapp 12 Stunden mit einer Akkuladung auf dem iPad 2.

Mit neuem Akku, versteht sich. Denn der Prozess der Alterung ist unaufhaltsam und unumkehrbar – im Laufe der Zeit sinkt die nutzbare Kapazität des Stromspeichers. Daran lässt sich zwar auch mit Einstellungen nichts ändern. Doch insgesamt hat fast jedes iPad ein enormes Energiesparpotential. Denn viele Energiefresser sind eigentlich unnötig, und mit den richtigen Optionen läuft das Gerät signifikant länger. Wir haben die zehn wichtigsten Energiefresser ausgemacht und zeigen, wie sie sich abschalten lassen.

1. Pull- statt Push-Mail

Push-Mail ist eine feine Sache. Wie SMS-Nachrichten gelangen neue E-Mails aktiv auf das Tablet, was sich sofort akustisch bemerkbar macht. Aber Push-Mail ist auch ein Energiefresser und in vielen Fällen unnötig. Oder wäre es so schlimm, wenn sich die Urlaubsfotos von der Tante am Wochenende ein paar Minuten später bemerkbar machen? In den E-Mail-Einstellungen des iPads lässt sich die Push-Funktion deaktivieren. Damit neue Nachrichten trotzdem ohne Zutun des Anwenders auf dem Gerät landen – und der iPad-Besitzer dann auch informiert wird – lässt sich einstellen, dass das Tablet in einem bestimmten zeitlichen Abstand selbst den Posteingang überprüft. Wer hier bei der Aktualität auf eine halbe oder ganze Stunde verzichten kann oder gar manuell durch Öffnen der Mail-App auf neue Nachrichten prüft, kann unterwegs länger surfen oder Videos betrachten.

 

Push-Mail
Push-Mail

 

2. Bluetooth abschalten

Wer nicht gerade mit einer kabellosen Tastatur halbe Romane auf seinem iPad tippt, braucht Bluetooth nicht – und dennoch ist es meistens eingeschaltet, weil man es irgendwann einmal benutzt hat. Aus damit, denn der Kurzstreckenfunk braucht auch dann Strom, wenn er keine Daten überträgt, sondern einfach nur aktiv ist.

 

Bluetooth
Bluetooth

 

3. WLAN und UMTS bei Bedarf aktivieren

Das gleiche gilt auch für WLAN: Es ist immer eingeschaltet, aber meistens gar nicht nötig. Etwa beim Lesen eines virtuellen Buchs, beim Musik hören, beim Betrachten von Fotos oder Videos oder gar unterwegs, wenn gar kein kabelloses Netzwerk verfügbar ist. Auch der UMTS-Datenfunk (alias 3G) braucht immer Strom, selbst wenn keine Informationen fließen. Beide Datenfunk-Standards lassen sich mit ein paar Fingertipps in den Einstellungen abschalten, wenn man sie nicht braucht – und wieder aktivieren, wenn man surfen möchte.

4. Ping abschalten

Apples Social-Networking-Musikdienst Ping ist in den neueren Versionen von iOS standardmäßig aktiviert. Der Dienst soll unter anderem dabei helfen, Musik zu empfehlen – ein großer Teil der iPad-Nutzer hat allerdings noch nie etwas von ihm gehört. Und: Ping ist als Stromfresser in die Kritik gekommen. Also, weg damit – man findet die Einstellung unter Allgemein und Einschränkungen im Menü.

 

Ping
Ping

 

5. Location-Services kontrollieren

Eventuell noch im Hintergrund laufende Apps saugen auch dann Strom, wenn man sie nicht benutzt – beispielsweise dann, wenn sie die Position via GPS abfragen. Hier hilft es, Anwendungen von Hand völlig zu schließen, wenn man sie nicht benutzt. Oder zumindest einmal zu kontrollieren, wer denn da überhaupt Positionsdaten abfragt, und ob das nötig ist. Das iPad bringt einen Menüpunkt mit, in dem alle Anwendungen aufgezeichnet sind, die sich für den Ort interessieren – und in dem man ihnen das verbieten kann. Alles aus, was nicht unbedingt nötig ist.

Die großen Hardware-Stromfresser Bluetooth, GPS, UMTS und WLAN lassen sich bei Bedarf übrigens auch mit einem einzigen Fingertipp deaktivieren: Flugzeugmodus ein, dann ist jeglicher Funk aus.

 

Location
Location

 

6. Benachrichtigungen deaktivieren

Viele Programme informieren den Nutzer aktiv mit den sogenannten Push-Notifications über neue Nachrichten, Angebote, Änderungen und so weiter. In der Praxis handelt es sich dabei häufig um Infos von längst vergessenen Apps, die man mal vor Monaten testweise installiert hat – und die immer noch regelmäßig mit ihren Meldungen Energie verschwenden. In den Einstellungen des iPads lässt sich festlegen, welche App sich noch melden darf – oder man schaltet die Funktion gleich völlig aus.

 

Benachrichtigungen
Benachrichtigungen

 

7. iPod-Equalizer ausschalten

Apple schreibt auf seiner eigenen Webseite zum Thema Akkulaufzeit beim iPod, dass das Abschalten des Equalizers zu einer längeren Stehvermögen der Batterie des MP3-Players führt. Das sollte doch auf dem iPad nicht anders sein – also aus damit, in den Einstellungen unter iPod.

 

Equalizer
Equalizer

 

8. Display-Helligkeit reduzieren

Zugegeben, dieser Punkt ist eigentlich überflüssig – denn dass die Beleuchtung der Anzeige zu den größten Energievernichtern überhaupt zählt, ist längst bekannt. Aber man kann es einfach nicht oft genug wiederholen: Wer die Display-Beleuchtung bei Bedarf herabregelt, darf sich über signifikant längere Laufzeiten freuen. Damit sich die Helligkeit nicht unbemerkt wieder hochschraubt, empfehlen wir darüber hinaus, die automatische Regelung abzuschalten. Denn wer sein iPad hauptsächlich an festen Orten wie Wohnzimmer oder Büro benutzt, muss sich ohnehin nicht mit wechselnden Lichtverhältnissen herumschlagen.

 

Display-Helligkeit
Display-Helligkeit

 

9. Das iPad ist weder Surfbrett noch Schlitten

Der Temperaturbereich des iPads ist nicht groß. Apple gibt auf seiner Webseite an, dass man das Tablet zwischen 0 und 35 Grad nutzen und weder unter -20 noch über 45 Grad lagern sollte – also weder im Sommer noch im Winter im Auto lassen, nicht am Strand in die Sonne legen und nicht beim Skifahren in den Schnee.

10. Aktuell halten

Wer nicht gerade ein Jailbreaker ist, hat keinen Grund, Software-Aktualisierungen nicht zu installieren. Manche von ihnen bringen Optimierungen beim Energiehaushalt des iPads mit. Also, wenn es ein Update gibt, schnellstmöglichst durchführen.

 

iOS-Update
iOS-Update

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